Steinterrasse? Holzterrasse? Oder was geht sonst noch?

Nach dem Unterbau Ihrer Terrasse – der natürlich vor allem für die Haltbarkeit und die Langlebigkeit Ihrer Wohlfühloase wichtig ist, geht es jetzt um den wohl wichtigsten Bestandteil für Ihr Auge…die Oberfläche.

Gerade dabei sollten Sie sich Ihre Entscheidung nicht zu leicht machen und sorgfältig recherchieren, welches Material für Sie richtig ist – schließlich müssen Sie mit dieser Oberfläche unter Umständen mehrere Jahrzehnte „leben“. Jedes Material hat natürlich Vorzüge und Nachteile, die Sie in Ihre Überlegungen einbeziehen sollten. Dafür haben Sie dann aber mit Sicherheit genau Ihre „Wunsch-Terrasse“ – und Sie haben lange Spaß daran.

 

Der erste Schritt - die erste Entscheidung...

Das erste Entscheidungskriterium für die Wahl Ihres Terrassenbaumaterials  ist die künftige Lage der Terrasse. Wenn die Fläche ständig starker Sonneinstrahlung ausgesetzt ist, sollten Sie beim Material natürlich darauf achten, dass es die Hitze auch verträgt – und bei ständiger „Bestrahlung“ auch nicht zu schnell ausbleicht oder porös wird.

 Gleichzeitig sollten Sie sich den Übergang Ihrer Terrasse zum Haus (Terrassentür) ansehen. Dieser Übergang sollte möglichst ebenerdig sein – also ohne Stufen. Ist das vom Niveau des Bodens rund um Ihr Haus her nicht so einfach möglich, ist eine Steinterrasse eventuell nicht unbedingt die beste Wahl, weil der Niveauausgleich dabei erheblich mehr Aufwand verursacht, als z.B. bei einer Holzterrasse.

 

In Stein gemeißelt...

Egal ob Sie für Ihre Terrasse mehr auf richtig kerniges Granitpflaster stehen, auf edles Steinzeug wie in einem italienischen Palazzo, oder auf simple Fliesen – wichtig (und logisch) ist natürlich erst einmal, dass die Steine, die verwendet werden sollen, auch wirklich für den Außenbereich geeignet sind – und das langfristig. Im Zweifel fragen Sie bitte bei unseren Fachberatern nach, wir helfen Ihnen selbstverständlich gern.

Die Verlegung der Steine und Platten erfolgt in der Regel auf Schüttgut (siehe auch hier: Der Unterbau) – das heißt sie werden eigentlich lose verlegt. Nur die Ränder werden befestigt (z.B. mit Beton oder auch mit haltbar befestigten Steinen) und die Fugen zwischen den Steinen werden mit Sand (z.B. Quarzsand) aufgefüllt. Die Fugenbreite hängt davon ab, wie groß die zu verlegenden Steine sind – man kann aber von einer Breite zwischen 1 und 5 Millimetern ausgehen. Mit dem Verlegen beginnt man normal an einer Stelle, die für die Optik wichtig ist und verlegt dann von der Hauswand weg nach vorn. Wenn Sie gleiche Steine von mehreren Paletten verwenden, bitte nicht Palette nach Palette verarbeiten, sondern die Steine versch. Paletten immer mischen. Die Steine haben oft eine leicht unterschiedliche Farbe und wenn man untereinander mischt, fällt das nicht auf.

Insgesamt ist das eine relativ unverwüstliche Kombination, was die Steinterrasse an sich unglaublich haltbar und auch pflegeleicht macht. Kosmetisch muss man die Steine hin und wieder mit einem Hochdruckreiniger säubern  und danach die Fugen wieder mit Sand auffüllen.
Bei uns im Markt erhalten Sie auch spezielle Steinreinigungsmittel, die Ihnen helfen, wenn Ihre Terrasse mal etwas stärker verschmutzt ist.

Und sogar den Schritt mit dem Sand nachfüllen können Sie sich noch einsparen, wenn Sie für das Verfugen Pflasterfugenmörtel verwenden, der in die Fugen gefüllt wird und dort aushärtet. Den Pflasterfugenmörtel gibt es sowohl wasserdurchlässig, als auch wasserundurchlässig – und sogar für Flächen, die befahren werden müssen.
Damit hat sich dann auch das Thema „Unkraut“, das im Lauf der Zeit ja fast jedes vorsichtshalber verlegtes Unkraut-Vlies durchdringt, erledigt.

Etwas komplizierter wird die ganze Sache dann, wenn Sie in Ihre Steinterrasse mit einem Ornament oder mit einem Muster anlegen möchten. Sie benötigen dann mindestens 2 verschiedene Größen der Platten oder Steine  - je nach Muster auch 3 oder 4 verschiedene Größen.
Bei unseren Markenlieferanten erhalten wir für verschiedene Muster Verlegepläne, aus denen ersichtlich ist, welche Steingrößen benötigt werden und wie die Muster letztendlich anzulegen sind. Diese Verlegemuster besorgen wir Ihnen gern – fragen Sie einfach nach.

Übrigens…

Bei uns im Markt erhalten Sie selbstverständlich auch Hochdruckreiniger in verschiedenen Ausführungen und auch mit speziellen Reinigungsaufsätzen für die Terrassenreinigung. Außerdem halten wir die benötigten Materialien und Werkzeuge ständig auf Lager.

Holz in allen Varianten...

Als Naturmaterial ist Holz für eine tolle Terrasse eigentlich wie gemacht – dazu leicht bearbeitbar (die benötigten Werkzeuge haben Sie normalerweise alle in Ihrer Hobbywerkstatt) und als nachwachsender Rohstoff sogar noch nachhaltig - zumindest dann, wenn Sie sich für Holz aus heimischer Forstwirtschaft oder FSC-zertifiziertes Holz entscheiden.

Mit einer Terrasse aus Holz überwinden Sie ohne unverhältnismäßig großen Aufwand auch größere Niveau-Unterschiede auf dem zur Verfügung stehenden Gelände und können sogar Terrassenkonstruktionen mit abgestuften Bereichen verwirklichen. Abgesehen davon sieht es aber auch einfach nur klasse aus…

Natürlich gibt es aber auch bei Holzterrassen einiges zu beachten. Äußerst wichtig ist z.B. die nötige Belüftung aller in der Konstruktion verwendeten Bauteile, um Schimmel oder auch Pilzen vorzubeugen.  Verschiedene Holzarten wir z.B. die Robinie oder Bilinga haben von Haus aus einen hohen  Eigenschutz vor Pilzbefall, liegen aber preislich auch in einem anderen Bereich, als z.B. heimische Arten wir Lärche oder gar Fichte.

Und Sie sollten nicht vergessen, dass auch behandeltes Holz „lebt“ und sich damit auch bewegt. Diese eventuellen Bewegungen müssen Sie beim Bau der Terrasse mit entsprechenden „Sicherheitsabständen“ bereits einplanen. Bei uns erhalten Sie dafür auch entsprechende Hilfsmittel.

Im Gegensatz zur fast „pflegefreien“ Steinterrasse muss Holz, das im Außenbereich verwendet wird, regelmäßig gepflegt werden. Zur Pflege zählt dabei einerseits die Reinigung der Terrassendielen und andererseits die Erneuerung des Holzschutzes (siehe auch hier: Schutz und Pflege). Damit Ihre Terrasse dem Wetter möglichst lange Stand hält.

Welches Holzschutzmittel für welche Holzart? Welche Farbtöne sind möglich?

Unsere Fachberater stehen Ihnen gern für ein Gespräch zur Verfügung.

Jetzt wird´s richtig haltbar - und richtig komfortabel...

Die modernen Composite-Produkte aus einer Mischung aus Holz und Kunststoff (einfach ausgedrückt) bestechen durch eine lange Reihe von Vorteilen gegenüber „echten“ Holz- Terrassendielen.

Die Terrassendielen aus Verbundmaterial sehen praktisch genauso aus, wie Holzdielen, sind aber – ohne immer wieder Holzschutz anzuwenden – extrem langlebig und dauerhaft schön (zum Beispiel auch UV-beständig). Es gibt keinen Pilzbefall und auch keinen Grünspan oder ein „Vergrauen“ des Materials.

Dazu ist eine Terrasse aus WPC (Holz-Polymer-Verbundwerkstoff) oder – wie hier in unseren Beispielen – aus BPC (Bambus-Polymer-Verbundwerkstoff) auch noch wesentlich sicherer, als eine Terrasse aus Holz. Die BPC-Dielen sind rutschhemmend (auch bei Nässe) und absolut splitterfrei. Es gibt einfach keine Fasern, die splittern könnten.

Übrigens können Sie die Terrassenfliesen aus BPC natürlich auch als Bodenbelag für Ihren Balkon einsetzen.

Anders als man denken könnte, ist eine Terrasse aus BPC- Dielen oder –Fliesen auch noch umweltschonend und nachhaltig. Ausschließlich aus nachwachsenden Ressourcen gefertigt (also kein Tropenholz) sind diese Artikel PVC-frei und enthalten auch sonst keine schädlichen Stoffe.

Hier geht´s zum Terrassenplanter.

Die hier vorgestellten BPC-Produkte sind übrigens zu 100% recycling-fähig!

Das Material ist genauso einfach und leicht zu verarbeiten wie echtes Holz – sie brauchen also auch hierbei sicher kein Spezialwerkzeug. Die Terrassendielen werden durch Klammern gehalten, die mit der Unterkonstruktion verschraubt werden – das garantiert eine durchgängig homogene Oberfläche (keine herausstehenden Schrauben).

Wir unterstützen Sie natürlich auch bei der Planung Ihrer Terrasse! Mit dem Planungstool (bitte einfach rechts auf das Bild klicken) berechnen sie einfach die benötigten Mengen und Bauteile. Alles, was Sie brauchen, ist die genaue Größe Ihres Terrassenbereiches.

Und gleich daneben finden Sie ein Info-Video zu diesem Thema…

Das könnten Sie evtl. noch brauchen...

Egal, ob Sie Sie jetzt im Endeffekt für eine Holz-Terrasse entscheiden, oder für eine Terrasse aus BPC, WPC oder auch Stein – bei uns bekommen Sie in jedem Fall die richtige Beratung – und selbstverständlich auch das passende Werkzeug zu Ihrer Traum-Terrasse.

Fragen Sie nach – wir freuen uns auf Sie!