Fundamental - der Unterbau...

Fundamental - das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Denn so wichtig wie beim Haus das Fundament, so wichtig bei der Terrasse der Unterbau bzw. die Unterkonstruktion. Die Aufgabe des Unterbaus besteht im Wesentlichen darin, eine ebene, plane Grundfläche herzustellen, die gleichzeitig belastbar und wasserdurchlässig ist. Ist die Grundfläche sauber vorbereitet tut man sich später beim Verlegen der Oberfläche leichter. Bei Holzterrassen ist zusätzlich noch eine Unterkonstruktion nötig. Einen Überblick über dieses Thema finden Sie auf dieser Seite.

 

Unterbau bei Steinterrassen...

Um die richtige Standsicherheit herzustellen wird zuerst der Boden frostsicher, je nach Erdbeschaffenheit ausgehoben. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man eine ca. 20 cm starke Frostschutzschicht aus Kies, Sand und Schotter einbringen und schichtweise mit einer Rüttelplatte verdichten. Bei der gesamten Unterkonstruktion ist wichtig, dass ein leichtes Gefälle von etwa 2 % Prozent eingehalten wird, um zu gewährleisten, dass Wasser abfließen kann. Auf diese Frostschutzschicht wird die Tragschicht aufgebracht. Diese besteht aus Splitt/Kies/Sand und muss ebenfalls mit einem Rüttler verdichtet werden. Auf dieses „Kiesbett“ kommt nochmal eine ca. 5 cm hohe Schicht Feinsplitt.
Danach kann man mit dem Verlegen der Pflastersteine oder Platten beginnen.

Unterbau bei Holzterrassen/WPC/BPC...

Flächenfundament

Auch hier muss das nicht tragfähige Erdreich entsprechend tief ausgehoben werden. Danach wird ca. 40 cm Schotter aufgefüllt und ebenfalls schichtweise mit dem Rüttler verdichtet. Es ist wieder wichtig auf die 2 % Gefälle zu achten, damit das Wasser ablaufen kann. Auf diese Tragschicht werden 5 – 10 cm Splitt aufgebracht und verdichtet. Um Unkrautwachstum vorzubeugen, kann darüber noch ein Wurzelvlies verlegt werden.

Auf das Kiesbett werden ca. 30 x 30 cm große Betonplatten oder Ähnliches als Lastaufnahme gelegt. Auf diesen Platten wird nun die Unterkonstruktion verlegt. Die Unterkonstruktion ist in der Regel aus dem gleichen Material wie die spätere Terrassenoberfläche. Das ist wichtig, weil dann beides zusammen passt und gleiche Eigenschaften besitzen.

Auf den Betonplatten werden nun sog. Isopats gelegt, auf die später die Tragbalken verlegt werden. Isopats dienen der Abtrocknung von Staunässe. Sauberes Arbeiten ist hier extrem wichtig, um die Terrasse später vor Pilzen oder Schimmel zu schützen.. Die Abstände und Stärke der Balken richten sich nach Größe der Terrassendielen. Je Stärker die Dielen, je größer der Abstand der Tragbalken.

Punktfundament

Der Vorteil eines Punktfundament´s ist einfach: Man erspart sich das Ausheben und Auffüllen mit Verdichtungsmasse. Stattdessen werden punktuell Fundamente in den Boden eingelassen. Wichtig ist, dass man sich vorher im Klaren darüber ist, in welchen Abständen später die Lattung verlegt werden muss entsprechend sind auch die Fundamente zu setzen.

Als Fundament (Stelzen) dienen handelsübliche Kunststoffrohre (mind. 15 cm Durchmesser). In die - vorher an den dafür vorgesehen Stellen ausgehobenen Löcher - werden die Rohre eingesetzt und anschließen mit Sand und Schotter (außen) ausgerichtet und befestigt.
In die Rohre wird Beton gegossen. Nach dem Aushärten kann mit der Unterkonstruktion begonnen werden. Ab hier verläuft Alles so, wie bei beim Flächenfundament von oben.

Welches Werkzeug wird eigentlich noch benötigt?

Sicherlich haben Sie sich genau diese Frage auch schon gestellt. Ganz ohne Hilfsmittel geht es natürlich nicht. Hier kurz und knapp zusammengefasst:

·    Kreissäge zum Zurechtsägen der Balken und Dielen

·    Bohrer und Akkuschrauber zum Befestigen der Bretter auf den Tragbalken

·    Richtlatte zum Ausrichten und Abziehen der Splittschicht

·    Wasserwaage zum Ausrichten des Gefälles

·    Rüttler zum Verdichten (können Sie MIETEN)

·    Evtl. kleinen Bagger zum Ausheben des Unterbaus (können Sie MIETEN) 

Die benötigen Werkzeuge erhalten Sie selbstverständlich bei uns im Markt.