Klassisch, grün und gut – Koniferen und Laubgehölze…

Der grüne Dauerbrenner in  vielen Gärten – Koniferen und Zypressen. Und man mag es kaum glauben, aber sogar Tannen und Kiefern gehören zu dieser Gattung. Selbst die riesigen Mammutbäume können den Koniferen zugeordnet werden. Zugegeben so ein Mammutbaum ist jetzt vielleicht nicht unbedingt geeignet für einen „normalen“ Garten, aber der Vollständigkeit halber sollte es doch erwähnt werden.
Bei den Koniferen handelt es sich in gewisser Weise um Nadelhölzer, die aber nicht stechen. Die in vielen Formen wachsenden Gehölze, die durch Ihr kräftiges dauerhaftes Grün besonders beliebt als Hecken sind, kann man wunderbar in die verschiedensten Formen wie zum Beispiel Kugeln oder Säulen bringen. Zudem sind sie winterhart und verlieren keine Blätter bzw. Nadeln, was jeder, der im Herbst/Winter ständig Laub oder Nadeln entfernen muss, zu schätzen weiß.

Koniferen pflanzen und pflegen…

Der richtige Zeitpunkt…
Wie bei den meisten Pflanzen ist es auch bei Koniferen und Zypressen so, dass es gewisse Zeiten im Jahr gibt, die geeignet sind, die Pflanzen zu setzen. Die beste Zeit zum Ein- oder Umpflanzen ist im Herbst, ab Anfang Oktober. Alternativ kommt auch der Zeitraum von Ende März bis Anfang Mai in Betracht. Frostige Wintertage, sowie heiße und trockene Tage sollten Sie vermeiden.

Der richtige Standort…
Je besser der Standort, desto wohler fühlen sich die Koniferen und umso besser die Wuchskraft und die Gesundheit der Gehölze. Koniferen vertragen sonnige und halbschattige Standorte, auch schattige Standorte funktionieren noch. Allerdings ist bei schattigen Standorten der Wuchs nicht so schön.

Der richtige Boden…
Die Erde spielt natürlich eine wichtige Rolle für die Entwicklung Ihrer Pflanzen. Koniferen bevorzugen frische, feuchte Erde mit hohem Humusgehalt.
Bevor Sie nun mit der eigentlichen Pflanzung beginnen, sollten Sie den Boden noch entsprechend vorbereiten. Mit einer Hacke tiefgründig auflockern und je nach Bedarf etwas Kompost oder Beeterde zufügen. Liegt der pH-Wert unter 6, sollte man mit Magnesium-Kalk eine Anpassung vornehmen, damit der pH-Wert ansteigt. Ebenfalls gute Effekte bei der Pflanze kann mit der Zugabe von Rindenhumus oder Pferdedung erzielt werden.

Die richtige Pflanzung…
Bei der Pflanzung kommt es darauf an, welche Lieferform der Koniferen gewählt wurde. Üblicherweise werden sie als Containerware, wurzelnackt oder als Ballenware verkauft bzw. geliefert. Nachfolgend beschreiben wir Schritt für Schritt, wie Sie vorgehen sollten. Das Vorgehen bei Ballenware ist mit der Containerware identisch.

Containerpflanzen 

  • Pflanzloch ausheben, ca. doppelt so groß wie der Wurzelballen
  • Den Container abziehen und den Ballen leicht einritzen
  • Stellen Sie die Koniferenpflanze mit dem Ballen in einen Eimer mit Wasser, bis dieser richtig vollgesaugt ist
  • Die Konifere gerade in die ausgehobene Kuhle einsetzen
  • Die ausgehobene Erde wieder um die Pflanze in die Kuhle geben und gut festtreten
  • Die Pflanztiefe sollte nicht tiefer sein, als zuvor im Container

 Wurzelnackte Koniferenpflanze 

  • Schneiden sie Knick- und Bruchstellen der Wurzeln ab und kürzen Sie diese auf 20-30 cm
  • Auch hier die Pflanze wieder ins Wasser stellen, ca. 1 Stunde
  • Die ausgehobene Pflanzkuhle sollte etwa doppelt so tief sein, wie der Wurzelballen groß
  • Die Pflanze gerade einsetzen, mit Erde auffüllen und wieder festtreten und gut angießen

Zusätzlich kann man dem Boden noch Wurzelaktivator z.B. von Neudorff zugeben. Damit wachsen die wurzeln schneller und besser im Boden fest.

Die richtige Pflege…
Nach der Pflanzung müssen die Koniferen die ersten 3 Tage gut gegossen werden. Danach besorgen sie sich das benötigte Wasser selbst aus dem Erdreich. Die erste Düngung sollte bei einer Herbstpflanzung im Frühjahr erfolgen. Am besten man nimmt speziellen Koniferendünger oder einen organischen Dünger. Auf das Schneiden und Formschneiden der Koniferengehölze gehen wir weiter unten ein.

Die beliebtesten Koniferen-Sorten und -Arten…

Ganz allgemein vorne weg…
Sie kaufen in der Regel relativ kleine, niedliche  Pflanzen, die natürlich im Lauf der Jahre wachsen sollen. Manche Arten – und das sollten Sie bitte berücksichtigen – werden aber schon richtig groß. Eventuell zu groß für den Platz, den Sie vorgesehen haben. Bitte also unbedingt vorher über die Größe ausgewachsener Pflanzen informieren – dann klappt´s auch mit dem Nachbarn…

Die Scheinzypresse wird oft als Hecke gepflanzt. Sie hat meist die Form einer Pyramide. Man muss sie allerdings durch jährlichen Schnitt in Form halten, damit sie nicht zu groß wird.

Die immergrüne Eibe  eignet sich für Sonne und Schatten. Wenn sie muss, kommt sie allerdings auch mit sehr wenig Licht aus.

Beerengehölze…

Beerengehölze sind nicht nur farbenfrohe Blickfänger in Ihrem Garten, ganz nebenbei kann man die Beeren oft auch verzehren. Da fallen einem spontan Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Holunderbeeren ein, die man natürlich einfach so frisch vom Strauch essen oder sie auch  weiterverwerten kann, z.B. als Marmelade.

Ausschließlich der Dekoration dienen dagegen die Zierbeeren - die Früchte können nicht gegessen werden. Als typischer Vertreter dieses Gehölzes ist z.B. die Scheinbeere bzw. Rebhuhnbeere zu nennen.

Skimmie...

Als perfekte Herbst-/ Winterpflanze gilt außerdem noch die Skimmie, Ihre Blätter sind immergrün und die sich im Herbst bildenden roten Blütenknospen den ganzen Winter über zu sehen. Sie eignet sich besonders gut für schattige bis halbschattige Standorte. Die Skimmie mag es eher kühl, deshalb sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden – regelmäßig gießen, aber bitte nicht ertränken. Der Boden sollte humushaltig und durchlässig sein.
Schneiden müssen Sie die Skimmie nur selten, da sie sehr langsam wächst.

Gehölzschnitt – Bäume und Sträucher richtig verjüngen…

Der Formschnitt ist das Spezialgebiet aller Gärtner mit Koniferen im Garten. Die meisten Koniferen können in elegante, verspielte Formen geschnitten werden. Besonders die Eibe eignet sich dazu. Dabei können Sie Pyramiden, Kugeln, Kegel oder andere Figuren schneiden. Damit die Form später auch so aussieht, wie Sie sich das vorgestellt haben, gibt es sogar spezielle Schneidschablonen.  Am einfachsten geht der Formschnitt mit einer elektrischen Heckenschere. Feinheiten können danach noch mit einer Garten- oder Rosenschere erledigt werden.

Der Pflegeschnitt hat die Aufgabe dem Gehölz wieder Leben einzuhauchen. Dazu werden schwache, kranke, abgestorbene oder zu dichte Triebe entfernt. Die beste Zeit für den Gehölzschnitt ist der Spätherbst bis in den Winter hinein, da haben die Triebe wenig Saft und ein Ausbluten kann verhindert werden. Ausgenommen davon sind Pflanzen, die Ihre Blüten bereits im Herbst angesetzt haben wie z.B. Rhododendren. Hecken sollten auch im Herbst, bzw. Winter geschnitten werden.

Sehen sie sich doch einfach einmal in unserer Gartenabteilung um, wir halten alle nötigen Werkzeuge und Hilfsmittel für Sie auf Lager und beraten sie natürlich auch gern bei evtl. Problemen (zum Beispiel auch zum Pflanzenschutz). Viel Spaß…

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