Hilfe für schnelle Wärme…

Nachdem jetzt wirklich ausführlich auf Kaminöfen eingegangen worden ist, wird es Zeit, dass auch diejenigen von Ihnen  nicht frieren, die eben keinen Kaminofen haben. Damit ist jetzt auch nicht die typische Öl-Zentralheizung gemeint – nein wir gehen hier auf die verschiedenen Heizgeräte ein, die kurzfristig und punktuell für Wärme sorgen.
Gerade in der Übergangszeit von Frühling auf Sommer, wenn die Zentralheizung schon abgeschaltet ist, greift man schnell zum Heizlüfter oder zum kleinen Gasheizstrahler, der im Nuh wohlige Wärme schafft, ohne die Zentralheizung extra wieder aus dem Sommerschlaf holen zu müssen. Das ist jetzt nur ein Beispiel für den Einsatz von Heizgeräten. Wir zeigen Ihnen hier, auf welche Helferlein Sie zurückgreifen können, wenn Sie kurzfristig Wärme benötigen. 

Alles nur heiße Luft…

Und das ist bei den meisten Heizgeräten wirklich so! Jedenfalls bei denen die ähnlich funktionieren wie ein Ventilator. Für den kurzfristigen Heizungsausfall eignet sich am besten ein handelsüblicher Heizlüfter. Die Funktionsweise funktioniert ähnlich wie bei einem Föhn, nur eben etwas größer und leistungsfähiger. Die Rotoren eines Heizlüfters kann man meist in verschiedene Geschwindigkeitsstufen einstellen, sodass entweder mehr oder weniger stark die Luft herausgeblasen wird. Durch Heizspiralen, die sich elektrisch aufheizen bis sie praktisch zum Glühen gebracht werden, erhitzt sich die einströmende Luft, die dann vorne wohlig warm herauskommt. Auch hier kann man verschiedene Wärmegrade einstellen. Im Sommer können Sie die Heizlüfter  auch als Ventilator verwenden, wenn Sie die Hitzeeinstellung auf Null stellen.

Neben den elektrischen, gibt es auch noch gasbetriebene Heizgeräte. Wenn man solche Gasheizer in geschlossenen Räumen verwenden möchte, müssen Sie darauf achten, dass Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes, der Sauerstoff nicht ausgeht. Also immer darauf achten, dass der Raum bei der Benutzung des Gasheizgerätes belüftet wird. Erstes Anzeichen, für zu wenig Sauerstoff im Raum sind: Kopfschmerzen. 

Dann sollten Sie den Heizer sofort ausschalten. Manche Geräte verfügen über eine Sauerstoffmangelsicherung, die das Gerät automatisch ausschaltet, wenn der Sauerstoffgehalt im Raum  eine gewisse Grenze unterschreitet, aber darauf sollte man sich im Zweifelsfall nicht verlassen – lieber für ständige Frischluftzufuhr sorgen. 

Von diesen Gasheizstrahlern gibt es verschiedene „Abwandlungen“. Die einfachsten bestehen eigentlich nur aus einen Aufsatz, den man auf die Gasflasche setzt. Dieser Aufsatz besteht aus einem Druckminderer, einem Gasschlauch und einen sog. Aluminium-Druckguss Reflektor, über dem die Hitze abgegeben wird. Das Gerät ist einfach in der Handhabung, braucht kaum Platz (wird ja nur auf die Gasflasche gesteckt) und entwickelt gute Hitze. Wer auf gute Optik Wert legt, wird allerdings kein Freund von diesem Gerät.

Die etwas gehobenere Lösung ist ein geschlossenes System, an dem die Gasflasche, in der Regel Propan- oder Butangas, angeschlossen wird. Sie eigenen sich vor Allem zum Heizen und Trocknen im Bauwesen, in der Landwirtschaft oder zum Beispiel größere Garagen. In geschlossenen Räumen ist der Einsatz dieser Gasheizer nur dann empfehlenswert, wenn der Raum wirklich gut belüftet wird.

Eine weitere Form eines Gasheizstrahlers ist der Heizpilz. So ein Heizpilz ist in der Regel aus Edelstahl und in verschiedenen Größen erhältlich. Meistens geben sie die Hitze von oben nach unten und in alle Richtungen  (360 Grad) ab. Dadurch können viele Leute gleichzeitig von der Wärmestrahlung profitieren. Die benötigte Gasflasche kann unten, im Inneren des Heizpilzes, verstaut werden. Dadurch ist die meist nicht sehr optisch ansprechende Gasflasche nicht mehr sichtbar. Grundsätzlich kann man noch sagen, dass Heizpilze für den Einsatz im Außenbereich gemacht sind.

Vorsichtig ist die Mutter der… 

Ursprünglich wird dieses Sprichwort ja mit der „Porzellankiste“ fortgesetzt. In diesem Fall kann man auch sagen, Vorsicht ist die Mutter der Gasheizstrahler, bzw. dessen Besitzer. Denn wie überall wo Hitze und Gas im Spiel sind, gibt es auch hier gewisse Sachen, auf die man besonders Acht geben sollte.

Achten Sie schon beim Kauf darauf, dass das Gerät, die Leitungen und die Ventile TÜV-geprüft sind. Ebenfalls sollte vor der Heizfläche ein Schutzgitter angebracht sein, damit Gegenstände, die da nicht hinein gehören, auch nicht hinein kommen, z.B. die neugierigen Hände Ihrer Kinder.  
Der Gasheizer muss einen stabilen, geraden Stand haben und absolut sicher gegen Umkippen gesichert sein. Wenn Sie auf offenes Feuer beim Anzünden verzichten möchten, sollten Sie außerdem noch darauf Wert legen, dass der Gasheizer eine Piezozündung hat, mit der wird der Heizer per Knopfdruck entfacht.

Sicherer Umgang mit Gasflaschen…

Bereits beim Transport der Gasflaschen gibt es einiges zu beachten. Stellen Sie sicher, dass die Gasflasche in einem guten Zustand ist und dicht ist, also kein Gas austritt. Die Ventil-Schutzhaube muss befestigt werden und die Gasflasche sicher im Auto verstaut werden. Am besten Sie sichern die Flasche mit Spanngurten gegen Verrutschen oder Umkippen. Sorgen Sie außerdem für ausreichend Belüftung, damit sich im Fall eines Gasaustritts kein gefährliches Gemisch bilden kann.
WICHTIG: Lassen Sie die Gasflasche nur so lange wie nötig im Auto stehen, und vor allem nicht unter direkter  Sonnen-Einstrahlung.

Bei der Lagerung der Gasflaschen sollten Sie wieder auf ausreichend Belüftung achten. Der Lagerplatz sollte kühl und trocken sein. Nicht in unbelüfteten Räumen lagern!

Bevor Sie die Gasflasche anschließen, machen Sie sich bitte mit der Gebrauchsanweisung und den Herstellerhinweisen vertraut. Das Ventil muss vor dem Anschließen geschlossen sein und die schwarze Gummidichtung am Druckregler vorhanden sein.
Wenn Sie sich unsicher sind beim sicheren Umgang mit Gasflaschen, fragen Sie bitte einen Spezialisten…

Die laufenden Kosten …

Unabhängig vom Anschaffungspreis hat man bei Gasheizgeräten natürlich die Gaskosten. Der Gasverbrauch pro Stunde kann bei einem Heizpilz schnell mal ca. 1 kg Gas sein. Damit kommt man mit einer normalen 5 kg Gasflasche nicht einmal einen Abend über die Runden. Und pro 5 kg Gasflasche können Sie auch mit ca. 10 – 20 Euro rechnen.

Bei elektrischen Heizgeräten wie einem Heizlüfter wird zwar kein Gas verbraucht und man muss auch nicht dafür sorgen,  immer eine Ersatz-Gasflasche parat zu haben, dafür  verbraucht man aber natürlich Strom – und ja nach Leistung des verwendeten Gerätes auch nicht zu knapp.

Fazit: Alle Heizgeräte, egal ob elektrisch mit Gas oder Infrarot sind nicht für den dauerhaften Betrieb geeignet, weil die laufenden Unterhaltungskosten einfach eine Rolle spielen..
Solche Geräte sind hauptsächlich dazu da, schnelle, punktuelle Wärme zu liefern, z.B. für die Übergangszeit im Frühjahr oder für Ihr Garagenfest im November.

Lassen Sie sich doch von unserem Fachpersonal vor Ort beraten – wir helfen Ihnen gern weiter, wenn sie noch weitere Fragen zu Heizgeräten haben. Wir haben übrigens auch noch andere Heizer, wie z.B. welche die mit Infrarotlicht funktionieren. Wir freuen uns auf Sie!

Wir haben die Hinweise und Tipps auf diesen Seiten mit größter Sorgfalt und Genauigkeit ausgewählt und dargestellt. Achten Sie bei der der Anwendung auf  Ihre persönliche Sicherheit und die Sicherheit anderer Personen, tragen Sie eine  entsprechende Schutzausrüstung und sichern Sie Ihre Umgebung ab. Lesen Sie in jedem Fall und ohne Ausnahme vor der Anwendung die Gebrauchs- und/oder Dosierungsanleitungen der verwendeten Werkzeuge und Materialien und halten Sie sich an die Angaben in diesen Anleitungen. Bei nicht sach-, bzw. fachgemäßer Anwendung entsprechend der Anleitung, sowie bei Fehlgebrauch schließen wir jegliche Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden dadurch nicht eingeschränkt.