Brennstoffe – Die Vielfalt ist groß…

Als Schwerpunkt beim Thema „Heizen“ haben wir uns dazu entschieden ausführlich auf das Heizen mit Kaminöfen einzugehen. Dabei beleuchten wir hier bewusst zuerst die verschiedenen Brennstoffe, die für Kaminöfen in Frage kommen. Der Grund dafür liegt darin, dass die Brennstoffe mit entscheidend dafür sind, welche Kaminöfen später zur Auswahl stehen.
Wie Sie sicher schon ahnen, muss ein moderner Kaminofen nicht zwingend nur mit Scheitholz beheizt werden, Sie müssen also nicht unbedingt Holz schlagen. Neben dem klassischen Scheitholz kann man nämlich auch auf Kohle, Pellets oder Holzbriketts zurückgreifen – natürlich bekommen Sie alle Brennstoffe auch „kaminofenfertig“ im Handel.

Die Brennstoffarten...

Vorab das A und O für alle Brennstoffe, die Sie für Ihren Kaminofen zum Befeuern verwenden: Absolute Trockenheit!

Das ist elementar wichtig für jedes Brennholz, Briketts oder Pellets. Es muss wirklich richtig, richtig trocken sein und  darf maximal 20 % Restfeuchte haben. Das bedeutet, das Scheitholz muss nach der Spaltung mindestens 2 Jahre trocken gelagert werden, bevor Sie es verheizen. Am besten eignet sich dazu ein eigens dafür gebauter Holzunterstand. Lassen Sie dem Holz diese Zeit, denn Holz mit Restfeuchte verursacht nur unnötig Ruß im Ofenrohr oder an der Kaminofenscheibe und kann sogar zur Gefahr werden – Stichwort Kaminbrand.

 

Zum Anzünden…

…verwenden Sie neben Anzündern spezielles Anzündholz. Dessen  Hauptaufgabe ist ganz einfach: schnell anbrennen!
Deshalb verwendet man meist leicht brennbares Weichholz wie z.B. Fichtenholz oder Holzwolle. Sie haben eine Stärke von 1 – 3 cm und sind nicht länger als 20 – 25 cm, oft noch kürzer. Natürlich gibt es fertiges, zerkleinertes und trockenes Anzündholz zu kaufen.

Zum Aufbrennen und Warmhalten…

…verwenden Sie Scheitholz. Das Brennholz soll dabei einen möglichst großen Heizwert haben, sprich möglichst viel Wärme erzeugen. Dazu eignet sich besonders gut Laubholz (Buche, Eiche), da es durch die wesentlich höhere Dichte im Vergleich zu Nadelholz, länger brennt und mehr Wärme abgibt.

Die Größe der Scheite richtet sich hauptsächlich nach der Größe Ihres Brennraumes. Die Brennholzscheite im Handel haben eine Länge von 25, 33 oder 50 cm und sind ca. 8 - 10 cm stark.

Als Ergänzung zum Brennholz eignen sich Weich- oder Hartholzbriketts besonders gut. Sie  bestehen aus  runden bzw. eckig gepressten Holzspänen und sind frei von Klebstoffen und chemischen Bindemitteln. Durch den niedrigen Wassergehalt und einem hohen Heizwert (mehr dazu weiter unten) enthalten  sie wesentlich mehr Energie als Holzscheite (ca. drei mal so hoher Heizwert). Dazu brennen Sie gleichmäßig und sauber von außen nach innen ab und lassen kaum Asche zurück. Die Holzbriketts mit einem Loch in der Mitte erzeugen übrigens besonders schnell  viel  Hitze.

Auch Kohlebriketts sind in der Kombination mit Holz eine gute Energiequelle. Sie haben einen sehr hohen Heizwert (höher, als die Holzbriketts) und brennen sehr langsam und gleichmäßig ab. Sie dienen dazu über einen längeren Zeitraum die Hitze bzw. die Glut/Flammen am Leben zu halten. In der Regel legt man die Kohlebriketts dann in den Ofen nach, wenn man für die nächste Zeit erstmal Ruhe vom ständigen Nachlegen haben möchte. Sie werden deshalb auch gerne abends verwendet, damit am nächsten Morgen nicht neu angezündet werden muss. Es muss aber bereits eine ausreichende Glut im Ofen vorherrschen, damit die Briketts auch ordentlich anbrennen. Richtig Sinn machen Kohlebriketts immer dann, wenn Sie den Kaminofen wirklich den ganzen Tag zum Heizen verwenden.

Holzpellets…
Wie es der Name schon verrät gibt es zu Holz und Co. noch eine Alternative. Hier wird meist von Holzpellets, Spanpellets oder Papierpellets gesprochen. Dazu sollte  man wissen, dass dafür ein spezieller Ofen benötigt wird, mit dem man Holzpellets auch wirklich verheizen kann – das geht nicht automatisch mit jedem Ofen.

Bei Holzpellets fällt im Vergleich zu Holz weniger Asche an, um nicht zu sagen kaum Asche. Die Pellets verbrennen mehr oder weniger fast vollständig. Das ständige Nachlegen von Holz wird durch den im Ofen integrierten Pelletspeicher erspart, was den Ofen sparsamer und wirtschaftlicher macht.
Nachteil: Das klassische Bild eines brennenden Kaminofens mit Holzscheite ist mit den Pellets nicht gegeben.

Heizwert - Was ist das eigentlich?

Einfach ausgedrückt: Der Heizwert gibt an, welche Wärmemenge aus einem Brennstoff pro Kilogramm gewonnen werden kann. Bei Holz ist das z.B. so, dass der Heizwert umso höher ist, je mehr Harze und Lignine im Holz enthalten sind. Das ist in der Regel bei Nadelholz mehr der Fall, als bei Laubholz. Da Laubholz allerdings eine höhere Dichte besitzt, ist im Endeffekt der Heizwert pro Volumeneinheit deutlich höher als bei Nadelholz. Eine Steigerung des Heizwertes und somit eine noch effektivere Nutzung Ihres Kamins ist möglich, wenn Sie zusätzlich mit Holz- oder Kohlebriketts heizen. Sie haben mit Abstand den höchsten Heizwert.

Doch bevor Sie jetzt Ihr Brennholz kaufen, sollten Sie noch wissen in welchen Maßeinheiten diese angeboten und verkauft werden. Dafür gibt es nämlich durchaus etwas verwirrende Bezeichnungen, die wir Ihnen hier kurz und knackig erläutern.

1 Kubikmeter (m³) = entspricht einem Würfel Vollholz mit der Seitenlänge von einem Meter

1 Festmeter (fm) = entspricht 1 m³ reiner Holzmasse ohne Luft (hauptsächlich im Forstbetrieb verwendet für Schnittholz, weniger für Brennholz)

1 Schüttraummeter (srm) =entspricht einer  Box mit 1 m3  Inhalt, die lose mit Brennholz gefüllt ist (Durch die Luft zwischen den Scheiten  beträgt der tatsächliche Stapelplatz ca. 0,5 – 0,7 m³)

1 Raummeter (rm) oder Ster = entspricht einem Kubikmeter geschichtetes Holz (inkl. Luft zwischen den Stämmen)

Wir hoffen wir konnten Ihnen einen kleinen Überblick über die gebräuchlichsten Brennstoffe für Kaminöfen geben. Natürlich führen wir für Sie Anzünd- und Brennholz  in verschiedenen Mengen. Kommen Sie doch einfach mal bei uns vorbei.

Wir haben die Hinweise und Tipps auf diesen Seiten mit größter Sorgfalt und Genauigkeit ausgewählt und dargestellt. Achten Sie bei der der Anwendung auf  Ihre persönliche Sicherheit und die Sicherheit anderer Personen, tragen Sie eine  entsprechende Schutzausrüstung und sichern Sie Ihre Umgebung ab. Lesen Sie in jedem Fall und ohne Ausnahme vor der Anwendung die Gebrauchs- und/oder Dosierungsanleitungen der verwendeten Werkzeuge und Materialien und halten Sie sich an die Angaben in diesen Anleitungen. Bei nicht sach-, bzw. fachgemäßer Anwendung entsprechend der Anleitung, sowie bei Fehlgebrauch schließen wir jegliche Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden dadurch nicht eingeschränkt.