Selbstverständlich! Sicher und umweltbewusst...

Passen Sie bloß auf sich auf…

Das ist nicht nur einfach so dahin gesagt, das soll eine wirklich ernst zu nehmende Warnung sein. Denn es gibt kaum einen Bereich im Leben, bei dem mehr Unfälle passieren, als im Haushalt. Und gerade bei einer Groß-Aktion wie dem Frühjahrsputz lauern praktisch an allen Ecken und Enden Fallen auf Sie, die Ihnen nicht nur wehtun, sondern Sie auch dauerhaft schädigen können. Und das ist die sauberste Wohnung nicht wert – deshalb…

 

Sicherheit für Sie geht vor

Als Grundsatz kann man sich bei der Sicherheit wie bei allem, was man macht und tut, zwei Worte vor Augen halten, die wir von unseren Eltern wahrscheinlich bis zum Abwinken gehört haben:

Gehirn einschalten! Erst mal nachdenken, bevor man ungesichert auf dem Fensterbrett herumtanzt oder mit chemischen Reinigungsmitteln Experimente macht. Außerdem konzentrieren Sie sich bitte auf die Tätigkeit, die Sie gerade tun. Nicht zwei Sachen auf einmal erledigen.

Das ist dann schon die halbe Miete.

Arbeitskleidung und Werkzeuge...

Wie bei jedem Handwerker sollte dann auch für Sie immer selbstverständlich sein, dass Sie bei Arbeiten (und da fällt der Frühjahrsputz ja zweifelsfrei darunter) die richtige – sichere – Kleidung tragen. Schutzhelm und Gasmaske wären da jetzt sicher übertrieben, aber festes Schuhwerk, funktionelle Kleidung (z.B. mit Taschen) die die wichtigsten Körperstellen bedeckt, Gummihandschuhe und ggf. – je nach den chemischen Mitteln, die Sie verwenden – auch ein leichter Mundschutz und eine Schutzbrille sind angebracht.

Was für Ihre Kleidung gilt, ist auch bei dem von Ihnen verwendeten Werkzeug wichtig. Und da natürlich vor allem bei Leitern und allem, was eine ähnliche Funktion erfüllt. Lassen Sie bitte unbedingt die Finger von irgendwelchen – auf die Schnelle zusammengestöpselten - abenteuerlichen Eigen-Konstruktionen. Und bitte lassen Sie die Finger auch von Billig-Leitern. Nur weil manche Dinger Stufen haben, sind sie noch lange nicht sicher!

Klar kostet eine gute Leiter Geld, aber teurer ist in jedem Fall ein Unfall. Und außerdem werden Sie sehen, dass Ihnen eine anständige Leiter auch die Arbeit erleichtert.

 

Aufräumen statt abheben...

Beim Frühjahrsputz werden Sie sich in Ihrer Wohnung ja relativ viel bewegen müssen – und das nicht nur, um Kalorien zu verbrennen.  Achten Sie deshalb darauf, dass für Ihre Putzaktion nichts im Weg herumsteht (siehe auch …wie geht es nach der Planung weiter?).

Lose Kabel, Teppichbrücken, Kinderspielzeug usw. – das sind alles potentielle Stolperfallen für Ihre Füße. In Verbindung mit klapprigem Schuhwerk fast eine Garantie für einen sauberen Sturz.

Ganz wichtig ist auch Ihr Respekt vor feuchten Fußböden – frei nach einem bekannten Comedian – da wo es nicht glatt ist kann man ruhig rennen! Feuchte Böden sind aber nun mal definitiv glatt!

 

Chemische Reinigungsmittel...

Auch wenn es nervt – lesen Sie sich vor dem Gebrauch auf jeden Fall die Gebrauchsanleitung der Reinigungsmittel durch, die Sie verwenden möchten. Sie wissen so nicht nur, wie die Dinger anzuwenden sind, sondern auch, welches Risiko sie beinhalten. Damit das für Sie überhaupt möglich ist, sollten Sie vermeiden, chemische Reinigungsmittel – aus welchen Gründen auch immer – in normale Flaschen oder Sprühbehälter umzufüllen.

Was die ganzen Sicherheits-Piktogramme auf den Flaschen bedeuten, erfahren Sie hier http://www.etikettenwissen.de/wiki/Gefahrensymbole

Vom Umweltbundesamt wird in Sachen „Gesundheitsschädliche Stoffe in Reinigungsmitteln“ empfohlen, wenn es irgendwie geht auf stark saure und auf stark alkalische Mittel zu verzichten (steht auf der Packung). Und außerdem sollten Sie keine stark flüchtigen Mittel verwenden – Reinigungsmittel sollten also möglichst lösungsmittelfrei sein. Das betrifft auch z.B. Raumsprays und Duftspender!

Kein schönes Thema - Schimmel...

Ein ganz eigenes Thema im Bad wie auch in der ganzen restlichen Wohnung  ist der Schimmel. Wenn es sich wirklich nur um sehr sehr kleine Stellen handelt, die mit Schimmel befallen sind, kann man eventuell noch versuchen, dem Bösewicht mit Essig oder medizinischem Alkohol zu Leibe zu rücken.

Im Normalfall müssen Sie aber ja dafür sorgen, dass der Schimmel verlässlich das Weite sucht – und da sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Es geht ja um Ihre Gesundheit.

Deshalb sollten Sie da auf die Erfahrung und das Fachwissen der Spezialisten vertrauen – und damit auf professionelle Schimmelentferner.

Bitte auch hier in jedem Fall die Gebrauchsanweisung beachten.

Wie sieht es denn in Sachen Umweltschutz aus?

Der Schutz unserer Umwelt und die Erhaltung unserer Natur und unseres Lebensraumes steht immer mehr im Mittelpunkt unseres Lebens. Wir haben nun mal nur diese eine Welt und mit der sollten wir entsprechend sorgsam umgehen. Und zwar jeder von uns – und immer wieder.

Gerade bei den vermeintlichen „Kleinigkeiten“ können wir alle unseren Teil dazu beitragen, weniger  Schäden an unserer Umwelt anzurichten. Also lassen Sie uns einfach damit beginnen.

 

 

Nachhaltigkeit...

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass alle erhältlichen chemischen Reinigungsmittel unser Abwasser belasten. Das eine mehr, das andere weniger. Aber nicht nur das – diese Mittel sind unter Umständen auch eine Gesundheitsgefährdung (z.B. bei Allergien).

Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir ganz einfach versuchen müssen, eine gute Reinigungswirkung zu erzielen (um die Hygiene aufrecht zu erhalten) und trotzdem das Abwasser so wenig wie möglich belasten.

Die in den Reinigungsmitteln enthaltenden Tenside sind heute praktisch vollständig biologisch abbaubar. Das gilt aber nicht für die vielen anderen evtl. enthaltenen Inhaltstoffe, wie z.B. Phosphonate, optische Aufheller, Polycarboxylate, Konservierungsmittel, Silicone, Paraffine, Duftstoffen und Farbstoffe, Phosphor oder Stickstoffverbindungen.

Deshalb sollten Reinigungsmittel zumindest arm an diesen Stoffen sein, oder sie gar nicht enthalten.

Komplett verzichten sollten Sie laut Umweltbundesamt auf alle chlorhaltigen Sanitärreiniger, auf WC-Reiniger mit anorganischen Säuren und auch auf chemische Abflussreiniger – soweit es eben geht.

 

Alternativen...

Verwenden Sie anstatt chemischer Reinigungsmittel soweit es geht Mittel, die weniger oder gar nicht schädlich für die Umwelt sind. Das sind in erster Linie alle natürlichen Mittel ohne chemische Zusatzstoffe.

Oft kann man aber auch komplett auf Reinigungsmittel verzichten, weil das normale Kehren oder Waschen mit Wasser ausreicht. Und da wird wohl der Schlüssel für nachhaltigen Umweltschutz in Sachen Reinigungsmittel liegen. Einfach den Gebrauch auf das Nötigste reduzieren und sich eventuell auch mal fragen, ob die Wohnung wirklich in jeder Ecke steril sein muss.

Damit helfen wir uns – und unserer Umwelt.

Wenn Sie mehr über Umweltschutz im Haushalt wissen möchten:

http://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel

http://www.nabu.de/themen/klimaschutz/selbstaktivwerden/06740.html

http://www.oekoside.de/oeko/umweltschutz-im-haushalt.php