Im Bad & WC...

Auch im Bad und WC gehen Sie strategisch wie in den anderen Räumen vor – von oben nach unten. Staub wischen und Fenster putzen haben wir ja schon lang und breit besprochen, deshalb wenden wir uns hier jetzt den Spezialthemen zu, die im Sanitärbereich anzutreffen sind.

Obwohl sich ja schon das Wort „Sanitärbereich“ anhört wie die personifizierte Desinfektion, gehört Ihr Bad mit Sicherheit zu den Bereichen, in dem die meisten Keime anzutreffen sind. Deshalb muss man nicht gleich Panikattacken bekommen, aber man kann sich ja entsprechend kümmern.

Die Fliesen an Wand und Boden...

Kalk- oder Zahnpastaflecken sind ja logischerweise gerade im Bad nicht wirklich eine Seltenheit. Denen kann man jetzt natürlich mit allerlei eher teuren Mitteln aus dem Supermarkt zu Leibe rücken – oder man versucht sich mal an ein paar Hausmittelchen. Die funktionieren mindestens genauso gut und sind deutlich billiger.

  • Wie schon bei der Spüle in der Küche, können Sie Ihre Fliesen mit Klarspüler vom Geschirrspüler  reinigen, oder einfach mit einem Shampoo – das funktioniert wirklich. Ein Gerücht ist es dagegen, das Fliesen, die danach mit einer Spülung versehen werden, hinterher weicher und glänzender sind.
  • Die Grundreinigung Ihrer Fliesen können Sie sich erleichtern, wenn Sie die Reinigungskraft von Dampf nutzen – am komfortabelsten geht das mit einem Dampfreiniger, mit dem Sie zudem auch noch gut Fenster putzen können.
  • Günstig und gut ist auch im Bad unsere schon mehrmals erwähnte Essig-Wasser-Mischung. In einer Sprühflasche gemixt lässt sich dieses Mittel auch noch leicht anwenden.
  • Kalkflecken bekommen Sie weg, in dem Sie die Flecken mit einer Orangenschale einreiben, einwirken lassen (schon mindestens 20 Minuten) und danach wieder abwaschen.
  • Und für die Fugen verwenden Sie die selbe Mischung aus Backpulver, Zitronensaft und Wasser wie bei den Bodenfliesen – mit einer alten Zahnbürste einreiben und danach mit einem Lappen sauberwischen.

ToiToiToilette...

In der Toilette setzen sich durch die ganz normale Nutzung ja schon jede Menge Keime, Bakterien  und auch Urinstein ab. Deshalb ist eine häufige Reinigung hier Pflicht – möglichst wirklich nach jeder Nutzung. Dabei muss die komplette Innenfläche gereinigt werden, weil sich Keime und Bakterien durch die Spülung wirklich komplett verteilen – auch unter dem Rand.

Als Reinigungsmittel können Sie neben den üblichen WC-Reinigern aus dem Handel auch wieder  eine Mischung aus Essig und Wasser nutzen. Die Wirkung verstärken können Sie, in dem Sie Backpulver in die Toilette streuen und dann die Essigmischung darüber sprühen. Beides müssen Sie gut 20 Minuten einwirken lassen, bevor Sie alles wieder abspülen.

Im Bad und gerade bei der Toilette sollten für Ihren Frühjahrsputz Gummihandschuhe selbstverständlich sein. Auch wenn Sie die hier auf diesen Seiten genannten Hausmittel anstatt scharfer Reinigungsmittel nutzen, schützen Sie die Handschuhe trotzdem vor Keimen.

Waschbecken, Duschbecken und Badewanne...

Waschbecken und Badewanne sind normalerweise aus relativ pflegeleichten Materialien – da reicht eine Reinigung mit warmen  Wasser und ein wenig Allzweckreiniger.

Sollten sich Kalkflecken festgesetzt haben, verwenden Sie auch hier eine Stück Orangenschale oder Zitronenschale  – Flecken einreiben, eine Zeit lang einwirken lassen und danach wieder abspülen.

Den gleichen Effekt erreichen Sie mit der Essig-Wasser-Mischung. Geheimtipp ist auch wieder der Klarspüler aus dem Geschirrspüler.

Bei der ganzen Reinigungsaktion wird oft eine ganz wichtige Stelle in den Waschbecken in der Badewanne und auch im Duschbecken vergessen, die es aber definitiv nötig hätte – der Abfluß.
Was sich da im Lauf eines Jahres so ansammelt, wollen Sie wahrscheinlich gar nicht wissen. Haare sind da wahrscheinlich noch die angenehmste Sache. Außerdem riskieren Sie, dass sich hier wirklich unangenehme Gerüche bilden. Aber wie bekommen Sie den Abfluß den nun sauber?

Auch da kann man natürlich wieder  auf die handelsüblichen Abflußreiniger zurückgreifen, wobei Sie auf jeden Fall einen flüssigen Reiniger verwenden sollten, kein Pulver. So lange der Reiniger den Abfluß wirklich sauber bekommt, ist das eigentlich egal, aber wenn das Rohr schon so zu ist, dass Pulver hängen bleiben würde, kann es Ihnen passieren, dass das Pulver hart wird und den Abfluß noch mehr verstopft. 

Alternativ zu den handelsüblichen Reinigern holen Sie sich in der Drogerie Sodapulver und schütten das Pulver zusammen mit wirklich heißem Wasser in den Abfluß – über Nacht  einwirken lassen und am nächsten Morgen wirklich gründlich durchspülen.

Das Sodapulver kann man übrigens auch zur Fleckenentfernung in Textilien verwenden.

Armaturen in Bad und Küche...

Die Armaturen im Bad und auch in der Küche sind durch die häufige Verwendung mit verschmutzten Händen  vor dem Waschen – oder mit Seifenhänden beim Waschen relativ „gefährdet“, was Verunreinigungen betrifft. Mindestens Wasserflecken gibt es eigentlich immer und ständig auf irgendeiner Armatur im Haus. Wie gehen Sie dagegen vor?

Aggressive  Reiniger sollten Sie auf keiner Armatur anwenden – die schaden der Armatur. Wenn Sie spezielle (sanfte) Sprühreiniger aus dem Handel verwenden möchten, sollten Sie die nie direkt auf die Armaturen sprühen, sondern immer auf ein weiches Tuch – und die Armatur dann  mit dem getränkten Tuch abreiben. Und danach bitte immer und grundsätzlich – egal, welches Mittel Sie verwenden – gründlichst mit klarem Wasser abspülen.

Auf keinen Fall sollten Sie natürlich scheuernde Mittel verwenden, oder Mittel mit Essigsäure, Ameisensäure, Salzsäure oder Phosphorsäure. Unsere schon mehrmals an anderer Stelle erwähnte Essig-Wasser-Mischung sollten Sie hier also nur sehr verdünnt einsetzen.

Alternativ zur Chemie können Sie Ihre Armaturen aber auch mit Kartoffelschalen abreiben und danach normal putzen, oder sie verwenden als Putzmittel einfach Cola. Entgegen langläufiger Meinung ist es egal, ob Sie Coke oder Pepsi verwenden – und ob Coke-Light besser funktioniert? Naja…

Gegen die Kalkränder am Übergang der Armatur zum Waschbecken können Sie wieder den Backpulver-Trick versuchen – Backpulver aufstreuen, etwas Wasser drauf und eine halbe Stunde einwirken lassen – danach abreiben und gründlich abspülen. Sollte helfen.

Als absoluter Geheimtipp gilt übrigens Fensterreiniger-Schaum, mit dem können Sie im Bad auch gleich den Spiegel und andere glatte Flächen putzen – soll wirklich gut funktionieren.

Der Kampf mit der Duschabtrennung...

Um vorhandene Kalk- und Wasserflecken von Ihrer Duschabtrennung zu entfernen helfen unsere altbekannten Mittel. Die Essig-Wasser-Mischung am besten in einer Sprühflasche anmischen, Duschabtrennung einsprühen, kurz einwirken lassen und danach abwischen, bzw. abspülen.

Das geht auch ganz gut, wenn Sie z.B. einen alten Waschlappen verwenden, den mit der Mischung tränken und die Scheiben so reinigen.

Viel besser wäre es aber natürlich, die Flecken erst gar nicht auf der Duschabtrennung  entstehen zu lassen. Dazu kann man die Abtrennung natürlich nach jeder Dusche sauber mit dem Abzieher behandeln, es geht aber auch bequemer. Einfach ab und zu Geschirrspüler-Klarspüler auf die Scheiben-Innenseiten auftragen und dort verteilen (ggf. auch mit einer Sprühflasche). Der Klarspüler bewirkt, dass das Wasser abperlt und so keine Flecken entstehen. Die Behandlung mit dem Klarspüler müssen Sie aber ab und zu wiederholen.

Spiegel reinigen...

Gerade im Bad haben es die Spiegel durch den Wasserdampf, aber auch durch Haarspray, etc. deutlich schwerer, sauber zu bleiben, als in anderen Räumen. Trotzdem haben Sie natürlich gute Chancen, diesen treuen Begleiter, der Sie jeden Morgen mit Ihrem Guten-Morgen-Gesicht begrüßt, so richtig schön sauber zu bekommen. Hilft vielleicht auch für´s Aufwachen…

Reiben Sie den Spiegel mit einer Kartoffelschale oder einer Scheibe einer Kartoffel gründlich ab – danach mit sauberem Wasser nachreinigen und trocken wischen. Gleiches geht mit einer halben Zitrone, bzw. Zitronensaft.

Das Trocknen ist dann im Endeffekt übrigens der wichtigste Punkt beim Glas- oder Spiegel reinigen. Wo kein Wasser mehr ist, kann auch kein Wasser antrocknen. Auch hier gilt übrigens wie beim Fenster putzen:  Da wo es nicht glatt ist, kann man ruhig etwas schneller arbeiten – also nicht zu lang rumtrödeln. Das Trockenwischen erledigen Sie möglichst nicht mit Tüchern, die fusseln. Das würde nicht funktionieren (also z.B. keine Handtücher verwenden). Das Trocknen geht aber super mit einem Microfasertuch oder auch alternativ mit Zeitungspapier oder Küchenpapier.

Kein schönes Thema - Schimmel...

Ein ganz eigenes Thema im Bad wie auch in der ganzen restlichen Wohnung  ist der Schimmel. Wenn es sich wirklich nur um sehr sehr kleine Stellen handelt, die mit Schimmel befallen sind, kann man eventuell noch versuchen, dem Bösewicht mit Essig oder medizinischem Alkohol zu Leibe zu rücken.

Im Normalfall müssen Sie aber ja dafür sorgen, dass der Schimmel verlässlich das Weite sucht – und da sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Es geht ja um Ihre Gesundheit.

Deshalb sollten Sie da auf die Erfahrung und das Fachwissen der Spezialisten vertrauen – und damit auf professionelle Schimmel entferner.

Bitte auch hier in jedem Fall die Gebrauchsanweisung beachten.