Bepflanzen mit System...

Blumen pflanzen, düngen, gießen… und fertig ist der bunte Garten! Wenn es denn nur so einfach wäre. Man muss zwar keinen akademischen Abschluss im Gartenbau  dafür haben, aber einige Sachen sollte man trotzdem beachten. Und keine Sorge – so schwierig ist es ja doch nicht.

Bevor man allerdings an die Bepflanzung der Pflanzkübel geht, sollte zuerst geklärt werden, welchen Standort diese später haben werden. Es spielt nämlich eine große Rolle bei der Auswahl der Blumen, ob man im Schatten, Halbschatten oder an sonnigen Plätzen pflanzt. Informationen zu den richtigen Pflanzen und zu den Schattenverhältnissen haben wir für Sie auf der Seite >>>Blumen und Pflanzen bereitgestellt.
Typische Balkonblumen sind zum Beispiel Geranien oder Petunien. Für Pflanztröge auf der Terrasse kommen u.a. Sommerblumen, Stauden, Oleander oder auch Fuchsienstämme in Frage.Im Vorfeld sollte außerdem noch die richtige Pflanzerde für ihr Vorhaben gekauft werden. Nützliche Tipps dazu finden Sie auf der Seite >>>Pflanzerde.

Haben Sie also schon alle Vorbereitungen getroffen? Dann ab in den Garten und mit dem Bepflanzen Ihrer Blumentöpfe und –tröge loslegen.

Balkonkästen und -kübel richtig bepflanzen...

Wenn Sie Ihre Pflanztröge richtig anlegen ist ein Blühparadies quasi (fast) garantiert.
Stellen Sie Ihr Pflanzgefäß gerade auf – bei unebenen Flächen können Sie auch Holzlatten o.Ä. unterlegen, was den positiven Nebeneffekt hat, dass das Wasser unten besser ablaufen kann. Voraussetzung dafür ist natürlich ein Pflanztrog mit Abflussloch im Boden. Das ist wichtig, damit das Wasser gut ablaufen kann und die Wurzeln nicht zu Faulen beginnen.

Das Loch von Innen mit einer Tonscherbe abdecken, damit kein Topfinhalt durch die Öffnung herausrieselt. Außerdem ist es sinnvoll die ersten 5 – 10 cm des Gefäßes mit einer Drainageschicht aus Kies oder Blähton zu befüllen. Wer möchte kann darauf ein Wurzelflies aufbringen und es bis zum Kübelrand  hochziehen, um Verschlammung vorzubeugen. Wichtig: ca. 2 cm vor dem Rand abschneiden!
Danach kann es also endlich mit dem Befüllen losgehen. Jetzt kommt Ihre sorgfältig ausgewählte Pflanzerde an die Reihe. Füllen Sie die Erde Schicht für Schicht in den Topf und drücken Sie diese, besonders an den Seiten, gut mit den Händen fest.

Dem neuen Zuhause Ihrer Pflanzen steht jetzt (fast) nichts mehr im Wege. Bevor Sie die Blumen aus Ihren Kunststofftöpfen holen, tauchen Sie den Topf mit der Pflanze  so lange ins Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.
Verfilzte Wurzelballen sollten Sie entfernen, dass die Blume besser anwurzeln kann.
Wenn Sie Blumen und Sträucher in unterschiedlichen Höhen pflanzen wollen, setzen Sie zuerst die größten Exemplare ein – den restlichen Platz mit kleineren Stauden oder Sommerblumen auffüllen.

Setzen Sie eher auf Monokulturen, also nur eine Sorte Blumen, beginnt man von der Mitte nach außen zu pflanzen. Kletterpflanzen werden schräg eingepflanzt in die Richtung, in der  später evtl. ein Rankgitter angebracht wird. Zum Schluss nochmal mit Substrat (Erde) nachbessern, festdrücken und gut angießen.

Richtig gießen - richtig bewässern... 

Sie trinken sicher auch Ihre 2 – 3 Liter am Tag? Sollten Sie jedenfalls, um genug Flüssigkeit aufzunehmen und einen gesunden Alltag zu durchleben. Die tägliche Feuchtigkeitscreme haben Sie wahrscheinlich auch bei sich zuhause im Schrank stehen, für eine schöne, möglichst faltenfreie Haut. Was die Creme und das Trinken für Sie ist, ist für die Pflanzen und Blumen das regelmäßige Gießen.
Natürliche kann man auf verschiedene Arten bewässern und auch der Zeitpunkt spielt eine wichtige Rolle. Wir zeigen Ihnen im Folgenden was es zu beachten gilt.

In den ersten Wochen nach Einpflanzung sollten Sie Ihren Pflanzkübel jeden Tag gründlich wässern. Wenn sich die Erde setzt, müssen Sie evtl. nochmal mit Blumenerde etwas nachfüllen. Der richtige Zeitpunkt zum Gießen ist morgens. Da ist es noch kühl, die Pflanzen stehen noch nicht in der prallen Sonne und das Wasser kann in Ruhe in den Boden eindringen. Wenn Sie in der Mittagszeit gießen, verdunstet das meiste Wasser schon, bevor es überhaupt die Wurzeln der Pflanzen erreicht hat.

Bei der Wassermenge gilt die Faustregel: Je größer die Blätter, je mehr Wasser zuführen. Mediterrane Pflanzen und Kräuter brauchen zum Beispiel weitaus weniger Wasserals ein Benjamin. Topfpflanzen sollten an heißen Tagen täglich gegossen werden, da sich das Erdreich schneller aufheizt und das Wasser schneller verdunstet, als das bei Beetpflanzen der Fall ist.

Automatische Bewässerung
Wer sich das tägliche Gießen ersparen möchte, der installiert eine Bewässerungsanlage. Hier kann man beispielsweiße auf eine Tröpfchenbewässerung zurückgreifen, d.h. ein Schlauch mit kleinen Löchern darin, der mit einem Schlauchsystem verbunden ist und entweder mit einer Zeitsteuerung oder mit einer Bedarfssteuerung ausgestattet ist.

Weitere Informationen zu Bewässerungssystemen finden Sie auf der Seite von >>>Gardena. 

Richtig düngen bei Zier- und Nutzpflanzen...

Neben der richtigen Pflanzung und Wasserversorgung haben Ihre Pflanzen auch das Bedürfnis der Nährstoffaufnahme. Diese zu sichern heißt in der Regel – richtig düngen. Eine Übersicht über die verschiedenen Dünger haben wir Ihnen auf der Seite >>>Pflanzerde zusammengestellt.

Damit eine Pflanze optimal gedeiht, braucht Sie Phosphor, Stickstoff, Kalium und Magnesium. Phosphor fördert die Blühte und Samenbildung, sowie das Wurzelwachstum. Stickstoff sorgt für mehr Triebe und Blätter, Kalium stärkt das Pflanzengewebe und Magnesium ist für das Blattgrün zuständig.
Weniger ist auch beim Düngen oft mehr. Halten Sie sich am besten an die Dosierungshinweise auf der Verpackung des Düngers, wobei esnatürlich immer auch auf die Bodenbeschaffenheit ankommt. Bei lehmigen Böden kann man die Düngermenge evtl. halbieren.
Düngen Sie zu viel, werden zwar die Blätter schön groß und grün, allerdings leiden die Blüten darunter, Sie werden dann weniger ausgebildet. Außerdem sind überdüngte Pflanzen anfälliger gegen Regen und Wind. Des Weiteren gilt: Je mehr Lichtbedarf die Pflanze hat, je mehr Dünger benötigt Sie auch.

Bei Nutzpflanzen sollten Sie ebenfalls nicht zu viel düngen, schließlich wollen Sie ja bestimmt „biologisch“ angebautes Gemüse aus dem eigenen Garten genießen.
Salat, Kräuter oder Radieschen benötigen normal gar keinen Dünger. Anders schaut es z.B. bei Tomaten oder Kohl aus. Sie benötigen gerade im Sommer einen Nachschlag an Horndünger, da Sie ziemlich lange im Beet bleiben.
Als Allzweckwaffe gilt auch Kompost, dieser ernährt nicht nur die Pflanze, sondert liefert auch Futter für die Bodenlebewesen.